Heimweh!? 10 einfache Tipps, die Dir schnell helfen

Heimweh, 10 Tipps gegen HeimwehJeder, der reist oder in eine andere Stadt zieht, kennt Heimweh! Da kann das Fernweh noch so groß sein oder die berufliche Chance, die weit weg von der Heimat auf uns wartet. Einerseits freuen wir uns auf das Neue und Unbekannte, andererseits wollen wir unsere gewohnte Umgebung nicht zurücklassen. Dann, weit weg von Zuhause, überkommt einem die Sehnsucht nach Familie, Freunde und den vertrauten Orten, das ist ganz normal. Man ist nicht alleine, jeder leidet irgendwann an Heimweh, auch wenn wir als Erwachsene es selten zugeben. Schon gar nicht vor unseren Kindern! Ich werde oft von unserer Familie und von Freunden gefragt, ob ich oder die Kinder nicht Heimweh haben. Wie war das bei uns? Und was machen wir gegen Heimweh! Heute möchte ich euch Tipps geben, wie ihr Heimweh vermindern oder aber auch überwinden könnt!

Unser Anfang in New York

Für mich war es ein großer Vorteil, dass wir im Sommer nach New York gekommen sind. Das Wetter war die ersten zehn Wochen immer schön und wir konnten jeden Tag viel draußen unternehmen und so die neue Umgebung entdecken.

Außerdem haben wir Mima gut auf unser Abenteuer New York vorbereitet, Momo war mit ihren 9 Monaten so klein, ihr war es egal, wo wir sind, Hauptsache Milchquelle und Mama sind da!

Mit Mima haben wir uns in Deutschland von allem wichtigen verabschiedet. Von Freunden, Kita, ihrem Lieblingsspielpatz und natürlich von den Dingen, die nicht mit auf die Reise gehen konnten und eingelagert wurden, wie z. B. ihr Dreirad.

Sie hat ziemlich schnell verstanden, dass Teile unserer Möbel, aber auch ihre Spielsachen, Hochstuhl und Bettchen per Luft- und Seefracht nach New York transportiert werden und, dass das einige Zeit dauert. Die wichtigsten Sachen der Kinder haben wir mit im Fluggepäck gehabt. Die erste Zeit im möblierten Appartement in Manhattan habe ich bewusst so gestaltet, dass Mima das Gefühl hatte, wir machen Urlaub. Urlaub ohne Papa, denn der musste sofort anfangen zu arbeiten. Im Nachhinein würde ich auch sagen, dass es für sie die schönste Zeit in ihrem Leben war. Zumindest erinnert sie sich immer wieder gerne an die Zeit zurück.

Mit dem Umzug in unsere Wohnung, kamen dann auch unsere Sachen aus Deutschland an und Mima hat mit jedem einzelnen Teil wiedersehen gefeiert. Das war lustig anzuschauen.

Was Mima aber wirklich schwergefallen ist und auch immer noch schwerfällt, sind die Vormittage in der Preschool! Da hat sie ganz viel Heimweh nach ihrer Kita und den liebevollen Erzieherinnen dort! Aber das liegt wohl eher an dem Schulsystem hier, zu den unterschieden ich euch in einem späteren Blogbeitrag mehr erzählen möchte. Wir versuchen ihr so viel Sicherheit zu geben, dass es für sie einfacher ist, in die Preschool zu gehen. So darf ihr Kuscheltier immer in ihrer Tasche im Klassenraum auf sie warten und sie darf Mütze und Schal auch im Raum tragen. Das gibt ihr Sicherheit und Geborgenheit.

Glücklicherweise haben wir uns so gut eingelebt, dass nur selten bei uns Heimweh aufkommt. Wenn es aber doch so ist, dann hilft uns der ein oder andere Tipp von mir!

10 Tipps gegen Heimweh

  1. Wir unternehmen viel in unserer neuen Heimat und entdecken viele neue Sachen. So bin ich mit den Kindern immer viel beschäftigt, so, dass keine Langeweile aufkommt. Seid neugierig…entdeckt eure neue Umgebung und genießt die neuen Erlebnisse!
  2. Schließt neue Freundschaften! Es ist teilweise sehr schwer, ich weiß. Und sie sind am Anfang nicht so, wie eure langjährigen Freundschaften zu Hause. Aber mit der Zeit werdet ihr sehen, es gibt auch dort, wo ihr jetzt lebt, Menschen, die euch wichtig werden und neue Freundschaften entstehen!
  3. Holt euch ein bisschen Heimat nach Hause! Ich kaufe bewusst, bestimmte Kekse oder Brezeln aus Deutschland. Mima liebt deutsches Brot und wir haben Glück, dass es hier einen deutschen Bäcker gibt. Kocht euch leckeres Essen, was euch an eure Heimat erinnert und nach zu Hause schmeckt!
  4. Unsere Familie und liebe Freundinnen schicken uns oft Päckchen, über die wir uns immer riesig freuen! Kleinigkeiten aus der Heimat vertreiben das Heimweh!
  5. Bilder und Videos von Familie und Freunden lassen uns für kurze Momente ein Stück in die alte Heimat zurückkehren. Wir schauen uns immer wieder gerne Fotoalben oder Videos an. Mima liebt ihr Portfolio aus der Kita, da blättert sie fast jeden Tag drin und freut sich an den ganzen Erlebnissen.
  6. Wir hören meistens deutsches Radio und da wir oft das bessere Wetter haben, bekomme ich gleich gute Laune! Also stellt euch euren Lieblingssender von zu Hause ein und macht die Musik laut.
  7. Wir telefonieren viel mit unserer Familie und mit Freunden. Auch, wenn es mit der Zeitumstellung immer etwas schwierig ist, die Telefonate sind für mich sehr wichtig. Und über Skype und WhatsApp ist das heutzutage auch nicht mehr teuer und man kann in Ruhe auch mal ein langes Pläuschchen halten. Beim Telefonieren fällt mir immer auf, was für eine tolle Zeit wir hier haben. Ruft Freunde und Familie an!
  8. Ladet eure Familie und Freunde zu euch ein. Es ist so schön liebe und vertraute Menschen um sich zu haben!
  9. Es ist manchmal einfacher gesagt, als getan, aber haltet durch! Am Anfang ist der Kulturschock groß, die Entfernung zu Freunden und Familie ist weit…das schmerzt. Ich finde ab und zu etwas Heimweh zu haben gehört einfach dazu. Aber rappelt euch auf, es kommen auch wieder schönere Zeiten und die Zeit im Ausland vergeht so schnell, dass man jeden Tag genießen sollte.
  10. Nutzt die Gelegenheit etwas Neues auszuprobieren! Schaut einfach mal, was es in eurem neuen Ort gibt, was es bei euch zu Hause nicht gibt. Ich besuche beispielsweise mit den Kindern viele Storytimes und einen Musikkurs. So etwas gibt es bei uns in Deutschland so nicht. Wir lernen so immer tolle Bücher und Lieder kennen und dadurch natürlich auch die Kultur.

Ich hoffe Dir helfen ein paar meiner Tipps, um dein Heimweh zu vermindern. Genieße die Zeit, dort wo du bist…

Bis bald

Katja

 

 

 

 

18 Comments

  1. Christopher

    Liebe Katja,

    ich finde es immer gut die Sportnachrichten aus der Heimat zu hören und mitzufiebern. Das hilft gegen Heimweh, insbesondere wenn mein Lieblingsverein wieder siegt!

    Chris

    • Katja

      Hallo Chris, ja das ist auch immer eine gute Idee! Wir schauen uns aber auch immer gerne einheimische Sportarten an, dann kommt bei uns auch kein Heimweh auf, viele Grüße Katja

  2. Also ich kenne Heimweh nicht ganz. Ich war letztes Jahr in Slowenien auf Projektwoche mit zwei weiteren Schulklassen. (Genauer gesagt in Tolmin) Also die Zeit dort um war, wollte ich nicht zurück nach Österreich, denn ich hab mich noch nie in die Natur Tolmins verliebt. 😍 Außerdem, sooo weit weg liegen die zwei Länder ja auch nicht! 😄

  3. Heimweh setzt in der Regel bei mir immer erst ein, wenn die Faszination des Neuen stark nachlässt. Daher sollte man den neuen Ort auch immer wieder neu entdecken, das hält das Feuer am brennen und verhindert auch Heimweh.

  4. Liebe Katja,

    tolle Tipps, die du in deinem Blog zusammengefasst hast! Du machst das ganz toll mit deiner kleinen Maus – Respekt!

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß und freue mich auf die nächsten Blogposts!
    Verena

  5. Ich kann mir gut vorstellen, dass es anfangs nicht einfach ist, wenn man in ein anderes Land zieht. Da helfen deine Tipps bestimmt ganz gut! Den Tipp viel zu unternehmen finde ich besonders toll, weil somit lernt man nicht nur die Umgebung kennen, sondern kommt auch auf andere Gedanken. 🙂

    Liebste Grüße,
    Melanie

    • Katja

      Liebe Melanie, das stimmt, unsere ganzen Unternehmungen lassen uns auch immer das Heimweh vergessen! Liebe Grüße Katja

  6. Liebe Katja,
    tolle Tipps hast Du zusammengetragen. Anfänglich ist es an einem neuen Ort immer toll und spannend. Aber dann will man nach Hause, weil das neue Zuhause noch kein richtiges Zuhause geworden ist. Daran zu arbeiten ist wichtig um sich nicht vom Heimweh überrollen zu lassen.
    Liebe Grüße
    Regina von http://www.reloves.de

  7. Hey Katja!

    Wirklich toller Beitrag! Und die Tipps sind sehr gut! 🙂

    Alles Gute für dich und deine Familie 🙂

    P.S.: Deine Kinder haben total süsse Namen!

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