Washington D. C. mit kleinen Kindern

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Washington D. C. mit Kindern – manche unserer Freunde schauen uns immer etwas schief an, wenn wir erzählen, dass wir mit unseren kleinen Kindern Städtetrips machen. Aber wir wollen uns von unseren Kindern beim Reisen nicht einschränken lassen. Natürlich planen wir unsere Trips immer so, dass die Kinder genügend Freiraum zum Spielen haben. Und dieses Mal sind es nicht nur zwei Kinder, sondern vier, oder besser gesagt dreieinhalb, die jüngste zählt nicht ganz, da sie im Tragetuch sitzt und nur zu den Mahlzeiten zum Vorschein kommt.  Wir treffen uns in Washington mit Expat Freunden, die auch zwei Mädels haben, die Große ist zweieinhalb und die kleine 9 Monate. Lohnt sich ein Wochenendtrip nach Washington? und Was macht ihr dort mit den Kids? waren die Fragen, die uns vorab von vielen Familien gestellt wurden.

Die Antwort darauf lautet: Ja auf jeden Fall, insbesondere im Frühjahr, wenn die Kirschen blühen! Die Stadt mit den Kleinen zu erkunden hat uns viel Spaß gemacht und ich war überrascht, wie großzügig und grün Washington ist. Ok, ich freue mich mittlerweile über jede kleinere Baumansammlung und über jede Grünfläche die grösser als ein Fußballfeld ist, weil wir das hier in unserem Alltag in New York nicht kennen.

Ich nehme euch ein bisschen mit auf unsere Sightseeingtour und gebe euch ein paar Tipps für die Reise nach Washington D.C. mit kleinen Kindern:

Im Vergleich zu New York ist Washington leise und beschaulich. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten können wir ohne Auto oder öffentlichen Nahverkehrsmittel von unserem Hotel aus besichtigen. Unser Mietwagen steht in einer öffentlichen Parkgarage, die für das komplette verlängerte Wochenende nur ein Bruchteil des Valet Parkings vom Hotel kostet. Wir haben uns im Vorfeld im Internet eine Parkgarage rausgesucht, die dann letztendlich auch noch vor Ort viel günstiger war und nur 5 Gehminuten vom Hotel entfernt liegt.

Wir nehmen immer auf Städtetrips unseren Kinderwagen und den Buggy mit. So können wir ohne Stress den ganzen Tag unterwegs sein, Mima kann ein und aussteigen wann immer sie will und Momo hat es bei ihrem Mittagsschlaf schön gemütlich. Kinderwagen und Buggyboard empfinde ich für Mima einfach für einen ganzen Tag on tour zu unbequem.

Washington D.C. mit Kindern – Capital Hilton Hotel

Washington mit kleinen Kindern, auf dem Weg zum Hotel Capital HiltonUnser Hotel liegt nur ein Steinwurf vom Weißen Haus entfernt. Drei Nächte lang residieren wir im Capital Hilton, und genießen die Nähe zur National Mall. All diejenigen, die mit Kindern einen Trip nach Washington D.C. machen wollen, ate ich zwei volle Tage vor Ort zu sein, da es sonst schnell sehr stressig werden kann. Es gibt einfach viel zu viel zum Anschauen. Ein Hotel in der Nähe der National Mall hat den Vorteil, dass man alles fußläufig erreichen kann.

TIPP: Da wir die HHonors Visa Card haben, bekommen wir über den Status das Frühstück sowie Getränke, Obst und Snacks in der Exekutive Lounge über den Tag kostenfrei!

Washington D. C. mit Kindern – Weiße Haus

Das Weiße Haus schauen wir uns gleich am ersten Abend an. Es liegt nur wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt, direkt auf dem Weg zu unserem Pizzaessen (1606 K Street NW, Washington, DC 20006). Das Weiße Haus hatte ich mir viel größer vorgestellt und muss gestehen, dass ich etwas enttäuscht bin, als wir direkt davorstehen. Plötzlich gibt es einen lauten Knall und einer der vielen Polizisten fährt mit seinem Fahrrad direkt los. Es ist aber scheinbar nichts passiert. Im Vergleich zum Trump Tower auf der Fifth Avenue in New York, ist die Atmosphäre sehr entspannt.

TIPP: Das Weiße Haus kann von ausländischen Staatsbürgern aus Sicherheitsgründen nicht mehr besichtigt werden. Wer abe trotzdem einen Einblick ins Weiße Haus bekommen möchte, dem empfehle ich das White House Visitor Center zu besuchen.

Washington D. C. mit Kindern – National Mall

Für Samstag haben wir uns vorgenommen, die wichtigsten Baudenkmäler an der National Mall zu erlaufen. Für mich ein absolutes Muss! Als wir auf der Rückseite des Weißen Hauses vorbeilaufen, wird gerade die Straße abgesperrt, weil irgendjemand Wichtiges das Haus verlässt. Wir haben wunderschönes Wetter, die Natur blüht auf. Es ist sommerlich warm, die Kinder können auf den Wiesen spielen und die Stimmung bei den Kids untereinander ist super, keine Zankereien…nichts! Wir können sogar paarweise zum Lincoln Memorial hochgehen. Wann hat man das schon einmal, dass man mit seinem Liebsten etwas alleine in Ruhe anschauen kann, ohne dass eines der Kinder irgendeinen Unfug anstellt. Unsere Kinder haben uns noch nicht einmal vermisst, als wir zurückkommen.

TIPP: Direkt auf der National Mall gibt es ein Karussell und Mima darf auf einem Pferd, seit 2 Wochen ist es ihr Lieblingstier, mitfahren. Für Momo ist es das erste Mal und sie ist so begeistert, dass sie gar nicht mehr runter will und lautstark protestiert.

Bei tollem Sonnenschein und mit Eis in der Hand geht es dann bis ans östliche Ende der National Mall, hinauf zum Kapitol. Leider können wir nicht alle gemeinsam in das Visitor Center, da dort strenge Sicherheitsreeln gelten. Zu den üblichen Verbotenen Sachen kommt auch noch unser Essen und das Taschenmesser hinzu. Ich trenne mich von den anderen und besichtige mit Momo zusammen die Library of Congress, die größte Bücherei der Welt. Eine geführte Tour könnt ihr vorher im Internet kostenlos buchen.TIPP: Wenn ihr im Kapitol eine Führung machen wollt, solltet ihr unbedingt im Vorfeld eine Tour buchen. Es besteht zwar die Möglichkeit vor Ort für den selben Tag eine Führung zu buchen, aber im Frühjahr und Sommer ist dies sehr aussichtslos!

Wir treffen uns wieder im Botanischen Garten, der direkt neben dem Kapitol liegt. Ein kurzer Blick in den Botanischen Garten lohnt sich, nicht nur, weil es auch hier keinen Eintritt gibt. Man kann sich in blühender Atmosphäre kurz von den weiten Wegen ausruhen oder auf der rechten Seite vom Eingang in den kleinen Park gehen. Dort gibt es Tische und Stühle für ein kleines Picknick.

Washington D. C. mit Kindern – National Air und Space Museum

National Air and space museum, Washington mit kleinen KindernDas National Air und Space Museum ist gigantisch groß und erinnert mich an meine früheren Besuche im Deutschen Museum in München. Der Eintritt ist, wie so vieles in Washington DC auch hier kostenlos, so dass mit Kindern auch ur ein kurzer Rundgang lohnt. Wir haben Glück, dass sich noch keine Schlange vor dem Sicherheitscheck am Eingang gebildet hat und so sind wir schnell im Museum. Bei den kalten Temperaturen ist das auch gut.

In dem Museum werden alle Fragen, die man sich im Zusammenhang mit Flugzeugen, Weltall oder der Raumfahrt stellt, anschaulich beantwortet. Eine Museumsmitarbeiterin erklärt sogar unseren Kindern altersgerecht, wie ein schwarzes Loch entsteht. Der Besuch hier macht uns sehr viel Spaß, die Kinder finden schnell heraus, an welchen Knöpfen und Hebeln sie ziehen müssen, damit sich etwas bewegt und so haben wir auch ein bisschen Ruhe uns selbst umzuschauen und die Beschreibungen zu lesen.

TIPP: Wer mit etwas größeren Kindern hierherkommt, der sollte unbedingt im Vorfeld online eine Führung buchen. Und wer sich viel Zeit für Washington nimmt, für den sollte die zweite Location, das Steven F.Udvar-Hazy Center am Flughafen ein Muss sein. Vom National Air und Space Museum gibt es Shuttle Busse zum Außenhanger.

Washington D. C. mit Kindern – Smithsonian’s National Zoo

Da wir erst am späten Montagnachmittag nach New York zurückfahren, geht es für uns am Montag mit gepacktem Auto zum Washington Zoo. Der Zoo liegt zwar etwas abseits der touristischen Attraktionen, aber es lohnt sich. Wir freuen uns, dass auch hier der Eintritt nichts kostet. Dafür sind die Parkgebühren so hoch wie der Frankfurter Zooeintritt für unsere Familie, und man sollte früh da sein, da die Parkplätze wohl recht schnell an schönen Tagen voll sind. Ihr könnt auch mit der Metro zum Zoo fahren. Von der Cleveland Park Metro Station geht es bergab durch den Zoo zur Woodley Park-Zoo Metro Station.

Das Panda Pärchen ist das absolute Highlight des Zoos. Uns war das gar nicht so bewusst, erst als ich im Internet einen Beitrag lese, dass die Besucher teilweise 5-6h anstehen, um einen Blick auf einen der Pandas zu werfen, merken wir was für ein Glück wir hatten. Wir haben uns schon gewundert, warum man von unterschiedlichen Ebenen auf das Gehege schauen kann.  Das Panda Männchen Tian Tian liegt friedlich schlafend im Gehege und lässt sich durch nichts stören. Begeistert sind unsere Kinder von den Elefanten. Das Gehege ist so weitläufig, dass wir von unterschiedlichen Stellen auf die sechs Elefanten schauen können.

Momo war ganz fasziniert von den Robben, die ununterbrochen kleine Kunststücke vorführten.

Sehenswert ist auch das Amazonas Haus, in dem auf unterschiedlichen Ebenen die Wasser- Land- und Himmelbewohner gezeigt werden.

TIPP: Der Olmstead Walk ist fast 1,5 km lang und der Hauptweg durch den Zoo. Der Zoo liegt an einem Hang und es gibt im oberen Bereich keinen Rundweg, so dass man den gleichen Weg zurücklaufen muss. Wenn ihr mit kleineren Kindern den Zoo besucht empfehle ich euch einen Buggy mitzunehmen. Mit den ganzen Seitenwegen eingerechnet, läuft man schnell weite Strecken. Notfalls könnt ihr euch dort aber auch Buggys ausleihen.

Nehmt euch viel Zeit für den Ausflug. Es gibt viele Interaktive Spielmöglichkeiten für die Kinder. Außerdem erzählen die Zoo Mitarbeiter gerne spontan etwas über ihre Tiere.

Washington D. C. mit Kindern – Essen gehen

Essen gehen mit kleinen Kindern ist in den USA generell sehr entspannt. Auch in besseren Restaurants wird man nicht schief angeschaut und es gibt in der Regel immer ausreichend Hochstühle. Wenn ihr mit einer größeren Gruppe in der Touristengegend unterwegs seid, solltet ihr unbedingt einen Tisch vorbestellen! Wir hatten am Sonntagabend Probleme einen Tisch für vier Erwachsene mit 3 Hochstühlen zu bekommen. Wir sind dann auf die 14th Street ausgewichen, was sich aber im Nachhinein als Glücksfall erwiesen hat. Im Churchkey, in dem Bierliebhaber sich durch ein großes Spektrum an unterschiedlichen Biersorten trinken können, gab es auch hervorragendes Essen .

Leider verging das Wochenende viel zu schnell! Wir freuen uns auf unsere nächste Tour, die nicht lange auf sich warten lässt!

Eure Katja

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